Nützliche Hinweise
Der Drehzahlsteller wird zwischen Akkupack und Motor geschaltet und
enthält einen Spannungsregler zur Empfängerversorgung (Batterie
Emulation Circuit), sowie optional eine EMK-Bremse für Klappluftschrauben
.
Über ein gewöhnliches Servokabel wird sowohl der Empfänger
mit Spannung versorgt, als auch das Drosselsignal übertragen.
Der eigentliche Motorregler arbeitet als geschalteter Regler (switched
mode) mit modernsten Halbleiterbauelementen, um einen hohen Wirkungsgrad
zu erzielen und die Wärmeentwicklung in Grenzen zu halten.
Eine Automatik stellt sicher, daß bei zunehmender Entladung der
Akkus zunächst die maximal mögliche Motorleistung reduziert wird,
damit die Versorgung des Fernsteuerungs-empfängers und der Servos
gewährleistet bleibt.
Beachten Sie bitte, daß bei deutlicher Reduzierung der Vollgasmotordrehzahl
nur noch sehr wenig Energie im Akku vorhanden ist, schalten Sie dann den
Motor aus und landen sofort.
Auf keinen Fall darf der Akku z.B. mit einem Motorsegler im Steigflug
leergeflogen werden, um dann in der Thermik zu segeln.
Die verfügbare Steuerungszeit muß unbedingt am Boden ausprobiert
werden.
Kühlung
Eine Plazierung des Reglers im Luftstrom ist bei höheren Motorströmen
und insbesondere bei höherer Zellenzahl zur Kühlung der Empfängerstromversorgung
empfehlenswert.
Vor dem Beginn des Flugbetriebes ist unbedingt darauf zu achten, daß
sich der Regler beim häufigen Bewegen aller Servos gleichzeitig nicht
übermäßig erwärmt. Sollte die Empfängerstromversorgung
überlastet werden, so schaltet diese im Extremfall den Empfänger
ab.
Abhilfe schafft in solchem Fall eine Reduzierung der Akkuzellenzahl
und/ oder geringere Servoanzahl.
Sicherheitshinweise
Beim Anschließen des Akkus ist sicherzustellen, daß durch
die möglicherweise drehende Luftschraube niemand verletzt werden kann.
Die Luftschraube ist unbedingt zu entgraten und auszu-wuchten, sie darf
nicht blockiert sein und das Modell muß festgehalten werden.
Manche Empfängertypen geben sogar immer beim Anschließen
der Betriebsspannung einen längeren Vollgasimpuls aus, obwohl der
Sender eingeschaltet ist und der Drosselknüppel in Leerlaufstellung
ist.
Inbetriebnahme
Die erste Inbetriebnahme muß ohne Luftschraube erfolgen.
Zuerst wird der Sender eingeschaltet, mit Steuerknüppel in Drosselstellung,
dann erst der Empfänger mit Strom versorgt.
Unsere Regler sind werkseitig so voreingestellt, daß sie sich
bei den meisten Fernsteueranlagen im Leerlauf befindet.
Trotzdem kann es vorkommen, daß der Motordrosselkanal am Sender
invertiert wurde, oder sich anlagenspezifisch in Vollgasstellung befindet.
In diesem Fall würde der Motor sofort beim Einschalten auf Vollgas
gehen und beim Gasgeben seine Drehzahl mehr oder weniger verringern.
Um dieses Problem zu korrigieren, muß der Drosselkanal am Sender
umgepolt werden.
Regler oder Empfänger bieten hierfür keine Möglichkeit.
Anschlußschema: (Beispiel)
Sollte ein anderes Servokabel bestellt worden sein, ändern sich
natürlich die Adernfarben, je nach Anlage.
Wir halten es für zweckmäßig, den Motor direkt
an die Reglerkabel anzulöten.
Zwischen Akku und Regler muß allerdings ein verpolungssicherer
Steckverbinder verwendet werden, der dann gleichzeitig zum Einschalten
der gesamten Anlage dient.
Soll das Empfängeranschlußkabel gekürzt werden, so schneiden
Sie am besten ein Stück heraus und verbinden die Enden unter Verwendung
von dünnem Schrumpfschlauch zur Isolation. Das Empfängeranschlußkabel
zu verlängern, oder mit einem Schalter zu versehen, ist nicht empfehlenswert.
Entstörung
Der Elektromotor muß unbedingt funkentstört sein. Hinweise
dazu entnehmen Sie bitte der Motorbeschreibung.
Die oben gezeichnete Einbauanordnung ist für eine möglichst
geringe Störbeeinflussung des Empfängers vorteilhaft. (Motor
- Regler - Akku - Servos - Empfänger)
Der Empfänger und die Antenne sollten möglichst weit von Motor-
und Akkuleitungen entfernt sein.
Besondere Hinweise
Da es bei diesem Spezialregler besonders auf geringe Abmessungen und
geringes Gewicht ankommt, mußte auf einige Schutzmaßnahmen
gegen unsachgemäße Behandlung verzichtet werden. Der Anwender
ist daher selbst für die Einhaltung der Belastungsgrenzen verantwortlich.
Stromangaben beziehen sich auf Spitzenbelastungen. Die maximale Dauerbelastung
ist von der Kühlung abhängig.
Beachten Sie bitte, daß ein Standardservo beim Anlaufen durchaus
schon 500 Milliampere Strom benötigen kann, der beim Blockieren des
Servogestänges dann sogar dauerhaft fließt. Wir empfehlen
zwei Mikroservos zu verwenden.
Sollten Sie Zweifel an der Konfiguration haben, bitten wir unbedingt
um Rücksprache und werden Sie gern beraten.